Grüner Tee – gesundheitliches Wundermittel?

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Grüner Tee gehört zu den besonders anregenden Teesorten. Außerdem sagt man ihm eine starke gesundheitsfördernde Wirkung nach. Doch was ist dran an Aussagen, wie der, dass Grüner Tee vor Osteoporose schützen und das Krebsrisiko verringern soll?

A_Different_Perspective / Pixabay

Fakt ist, dass sich um den Grünen Tee bis heute viele Legenden ranken. Eine davon sagt aus, dass der chinesische Kaiser Shen-Nung am liebsten heißes Wasser trank. Eines Tages soll der Wind ihm Blätter in das Wasser geblasen haben, was sich leicht grünlich färbte. Der Kaiser probierte und wurde von einem erfrischenden, belebenden Getränk überrascht. Die Legende, die man sich fast 5.000 Jahre lang schon erzählt, ist ebenso wie der Grüne Tee selbst fester Bestandteil der asiatischen Trinkkultur.

Wie entsteht Grüner Tee?

Der Grüne Tee stammt von der gleichen Pflanze wie der Schwarze Tee ab. Unterschiede ergeben sich lediglich in der weiteren Verarbeitung. Der Grüne Tee wird im Gegensatz zum Schwarzen Tee allerdings nicht fermentiert, durchläuft somit keinen Gärungsprozess. Bei diesem Prozess, dem etwa der Schwarze Tee ausgesetzt wird, verändern sich Blatt und Zellsaft durch den einwirkenden Luftsauerstoff. Zudem wird der Tee stark mit Dampf erhitzt, damit er sich nicht kupferrot einfärbt.

Der Tee wird anschließend leicht gerollt, sofort getrocknet und die Blätter nur kurz blanchiert. Damit kann der grüne Blattfarbstoff weitestgehend erhalten bleiben und der gab dem Grünen Tee auch seinen Namen.

Wie sich Grüner Tee am besten zubereiten lässt

Für den optimalen Genuss eines Grünen Tees sollte dieser frisch sein. Am besten kauft man ihn in einer luftdicht verschlossenen Verpackung, da Sauerstoff den Tee schneller altern lässt. Somit büßt er auch an Aroma ein. Die luftdichte Verpackung ist auch bei der Lagerung zu Hause von Bedeutung. Wichtig ist auch, dass Grüner Tee nicht neben Gewürzen oder Kaffee gelagert wird, da er deren Aromen gerne mit übernimmt.

Zudem darf Grüner Tee nie mit kochendem Wasser überbrüht werden. Das Wasser sollte nur 70 bis 80 Grad Celsius heiß sein, sonst würden sich die Gerbstoffe im Grünen Tee lösen und die Vitamine, die enthalten sind, würden zerstört werden. Sehr hochwertige Grüntees aus Japan werden sogar stellenweise nur mit 60 Grad Celsius heißem Wasser aufgebrüht.

Der Tee sollte ein bis zwei Minuten ziehen, hochwertige Grüntees vertragen auch Ziehzeiten bis zu vier Minuten. Wer mag, kann auch den zweiten Aufguss trinken. Dieser wird mit einem Drittel weniger Wasser zubereitet. Der Grüne Tee aus dem zweiten Aufguss ist milder im Geschmack und enthält zudem weniger Koffein.

Wie wirkt Grüner Tee?

Grünem Tee sagt man besonders viele gesundheitliche Wirkungen nach. So sind Gerbstoffe enthalten, die Magen und Darm beruhigen. Außerdem wirkt Grüner Tee antibakteriell, so dass Karies verhindert werden kann. Ebenfalls sagt man ihm eine blutdrucksenkende Wirkung nach. Wichtige Inhaltsstoffe im Grünen Tee sind unter anderem:

  • Vitamin A
  • Vitamin B
  • Vitamin B12
  • Vitamin C
  • Kalium
  • Fluorid
  • Kalzium
  • Flavonoide

Letztere sind unter anderem für die Farbgebung der Pflanzen verantwortlich. Gleichzeitig schützen sie die Pflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen – ein Schutz, den sich auch der Mensch durch den Genuss Grünen Tees zunutze macht. Schließlich beeinflussen die Flavonoide auch viele Stoffwechselprozesse im Körper, darunter Entzündungsprozesse, Immunmechanismen oder die Krebsentstehung. Gleichzeitig sorgen sie für eine antimikrobielle und blutgerinnungshemmende Wirkung.

Die Flavonoide zählen ebenso zu den Antioxidantien, können also reaktive Sauerstoffverbindungen im Körper abfangen. Denen wiederum sagt man nach, dass sie mit an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Ganz allgemein sollen die Flavonoide noch das Immunsystem stärken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

Grüner Tee und Krebs – was ist dran?

Der Grüne Tee soll unter anderem vor Krebs schützen. Auch sagt man ihm eine vorbeugende Wirkung vor Osteoporose nach. Letzteres konnten Wissenschaftler aus Taiwan tatsächlich herausfinden. Der hohe Fluoridgehalt im Grünen Tee soll sich demnach positiv auf die Knochendichte auswirken und so tatsächlich Osteoporose vorbeugen. Außerdem gibt es eine Reihe von Einzelstudien, die zu dem Ergebnis kommen, dass Grüner Tee auch vor Krebs schützen kann. Allerdings konnte eine Übersichtsstudie diese Ergebnisse nicht bzw. nur eingeschränkt bestätigen, so dass man mit dieser Aussage sehr vorsichtig sein muss.

So scheint es, als sei eine mögliche Schutzwirkung vor Krebs von vielen Faktoren abhängig, darunter etwa folgende:

  • Konsumverhalten
  • Krebsart
  • Alter
  • Geschlecht

Möglicherweise könnte Grüner Tee aber bei Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Lungen- und Prostatakrebs eine günstige Wirkung haben. Auch bei Frauen mit erblicher Vorbelastung könnte der Genuss Grünen Tees das Risiko mindern, an Brustkrebs zu erkranken.

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