Schwarzer und Grüner Tee – die Gesundmacher

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Der Grüne und der Schwarze Tee gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Teesorten weltweit. Beide Tees haben eine anregende und wohltuende Wirkung auf uns. Die vielen Inhaltsstoffe, die im Tee enthalten sind, können sich zudem positiv auf unsere Gesundheit auswirken.

Grundsätzlich gilt dabei, dass sich Grüner und Schwarzer Tee sehr ähnlich sind. Beide entstehen aus den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis, lediglich die Verarbeitung unterscheidet sich. So wird Schwarzer Tee nach dem Anwelken fermentiert und bekommt dadurch seine dunkle Blattfarbe, die dann auch den Aufguss dunkler einfärbt. Auch Geschmack und Aroma des Schwarzen Tees werden durch die Fermentation maßgeblich mit beeinflusst.

Der Grüne Tee wird dagegen nicht fermentiert, so dass er seine ursprüngliche grüne Blattfarbe weitestgehend behält. Damit die Farbe erhalten bleibt, werden die in den Blättern enthaltenen Enzyme durch kurzes Abbrühen in kochendem Wasser oder mittels Wasserdampf zerstört.

Zum Schluss des Herstellungsprozesses verfährt man mit beiden Teesorten wieder gleich: Sie werden mehrfach gerollt und getrocknet, bevor sie in den Handel gelangen.

So wird gesunder Tee optimal genossen

Damit der Tee sein Aroma optimal entfalten kann, ist es schon wichtig, ein paar Punkte bei der Zubereitung zu beachten. Vor der Zubereitung des Tees sollte die Teekanne gründlich mit heißem Wasser ausgespült werden. Darauf kann man verzichten, wenn immer die gleiche Sorte Tee zubereitet wird. Dann bildet sich nämlich im Laufe der Zeit eine Patina, mit deren Hilfe der Geschmack noch zusätzlich verstärkt wird.

Bei Schwarzem Tee ist die Dosierung von einem leicht gehäuften Teelöffel für eine Tasse Wasser optimal. Bei Grünem Tee reicht meist eine etwas geringere Menge aus. Während der Schwarze Tee mit sprudelndem, kochendem Wasser überbrüht wird, wünscht sich Grüntee Wasser, das maximal 70 bis 80 Grad Celsius heiß ist. Große Teesiebe oder Baumwollnetze eignen sich ideal, damit der Tee gut ziehen kann.

Zwei bis fünf Minuten Ziehzeit sind für Schwarz- und Grüntees optimal, wobei die ideale Ziehzeit auch vom persönlichen Geschmack abhängt. Zieht der Tee länger, wirkt er beruhigend. Allerdings werden auch mehr Bitterstoffe freigesetzt, die den Geschmack beeinträchtigen können.

Beim Wasser ist kalk- und chlorarmes Wasser ein Garant für einen guten Geschmack. Auch die Wasserhärte entscheidet mit. Im Härtebereich 1 sind die Härtegrade 0 bis 7 zu finden. Ist das Wasser sehr hart oder chlorhaltig, hilft es, es zwei bis drei Minuten kochen zu lassen. Auch die Nutzung spezieller Wasserfilter kann den Teegenuss verbessern.

Bei Teebeuteln gilt, dass man diese nicht auspressen sollte. Damit wird nicht etwa mehr Geschmack in den Tee gebracht, sondern lediglich mehr Bitterstoffe. Generell sollte jeder Schwarz- und Grüntee trocken und kühl gelagert werden. Dabei sollten lichtgeschützte, luftdicht verschließbare Behälter zur Aufbewahrung genutzt werden. Denn Tee nimmt gerne Aromen anderer Lebensmittel an, mit denen er zusammen gelagert wird.

Die wichtigsten Anbaugebiete für gesunde Tees

Gute, hochwertige Tees kommen vor allem aus den großen, weltbekannten Anbaugebieten. Darunter finden sich etwa Assam und Darjeeling sowie Ceylon. Assam gilt weltweit als das größte Anbaugebiet für Tee. Im Nordosten Indiens gelegen, entsteht hier ein sehr dunkler, kräftiger und würziger Tee. Wer ein lieblicheres Aroma bevorzugt, greift auf Tees aus Darjeeling, direkt am Fuße des Himalayas zurück. Herbe und fruchtige Noten versprechen dagegen Tees aus Ceylon. Mittlerweile heißt die Insel zwar Sri Lanka, der Name Ceylontee hat sich aber für Tees aus dieser Region gehalten.

Auch der Erntezeitpunkt entscheidet übrigens über den Geschmack und das Aroma des Tees mit. Der first flush bezeichnet die Frühlingspflückung. Hieraus entstehen blumige, helle Tees. Der second flush, also die Sommerpflückung, bringt dagegen kräftigere Tees hervor. Weitere Ernten sind denkbar, allerdings sind die dabei entstehenden Teequalitäten etwas geringer angesiedelt.

Zu den bekanntesten Mischungen bei Tees gehört der Earl Grey. Er entsteht aus Tees aus Darjeeling, Assam und Ceylon sowie dem chinesischen Keemun-Tee. Mit Bergamotteöl aromatisiert, ergibt sich sein typischer, zitrusartiger Geschmack. Auch die Ostfriesische Mischung ist sehr begehrt und entsteht aus zwei Dritteln Assam-Tee und wahlweise einem Drittel Ceylon-Tee oder Tee aus Sumatra bzw. Java. Zwei Drittel des fruchtigen Ceylon-Tees und ein Drittel des kräftigen Assam werden dagegen zum klassischen English Breakfast Tea gemischt.

Tee ist auch für die Gesundheit wertvoll

Sowohl der Grüne als auch der Schwarze Tee sind aber nicht nur reines Genussmittel, sondern wirken sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Wie US-Forscher herausgefunden haben, sollen grüne und schwarze Teesorten des Immunsystem stärken. In einem Versuch haben elf Testpersonen täglich einen halben Liter Tee getrunken. Ihr Immunsystem konnte Infektionen besser abwehren als das einer Vergleichsgruppe, die Kaffee trank.

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Die Forscher führen das Ergebnis auf die Aminosäuren L-Theanin zurück, die in Tee enthalten sind. Sie sollen die Killer-T-Zellen des menschlichen Immunsystems stimulieren. Diese Zellen können andere, mit Viren infizierte Zellen im Körper erkennen und effektiv bekämpfen. Auch eine Reduzierung des Krebsrisikos sagt man bestimmten Teesorten nach.

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